Stellungnahmen

Deutscher Caritasverband Kampagne 2012: Armut macht krank - jeder verdient Gesundheit

Der Deutsche Caritasverband (DCV) zeigt in seiner Kampagne Schwachstellen im Gesundheitssystem auf: „Das Krankheitsrisiko steigt und die Lebenserwartung sinkt, wenn Menschen lange arbeitslos sind oder in prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten; wenn sie über wenig oder kein Einkommen verfügen oder der Bildungsstand niedrig ist.“ Dies macht Caritas-Präsident Peter Neher bei der Präsentation der Caritas-Kampagne „Armut macht krank“ deutlich. Menschen, die von Arbeitslosengeld II leben, überlegten sich jede Ausgabe genau. Dies führe u.a. dazu, notwendige Arztbesuche aufzuschieben, um die Praxisgebühr zu sparen. Besonders schwierig sei die Situation für Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben. Für sie gebe es nur ungenügende Zugänge zum Gesundheitssystem. Betroffen seien Obdachlose, Asylsuchende, Flüchtlinge oder Menschen, die illegal in Deutschland leben.

Sozialpolitische Positionierung DCV_Kampagne Armut macht krank (393kB)

BAG EJSA: Armut in Deutschland: Jugendliche sind besonders betroffen!

Armut als Realität im Leben von Jugendlichen wird in Deutschland kaum wahrgenommen“, sagt Gretel Wildt (Vorstand BAG EJSA) am Rande der Mitgliederversammlung der BAG EJSA in Dresden. Wird Jugendarmut wahrgenommen, so geschieht dies oft unter besonderen Bewertungen. Sie wird mit Begriffen wie selbst verschuldet und damit durch den Willen des Einzelnen veränderbar beschrieben. Oder sie wird als vorübergehend und damit durch den Faktor Zeit überwindbar dargestellt. Dieser Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, stellt die BAG EJSA ihre fachliche Einschätzung gegenüber: Jugendarmut ist kein privates Defizit oder persönliches Verschulden. In ihrem Forderungspapier „JugendARMUT? NEIN Danke! Evangelische Jugendsozialarbeit gegen soziale Ausgrenzung“ stellt die BAG EJSA die Bedürfnisse von jungen Menschen dar und fordert, dass ein effizientes System von Leistungen bereitgestellt wird, das Armut und Armutsrisiken für Mädchen und Jungen, junge Frauen und junge Männer in prekären Lebenslagen minimiert.

zum Forderungspapier Jugendarmut

AGJ: Armut von jungen Menschen in Familien

Das, was Eltern über die Erziehung ihrer Kinder für die Gesellschaft leisten können, steht in Verbindung mit dem, was ihnen die Gesellschaft an Ressourcen zur Seite stellt. Viele Familien stehen unter Druck: Sie wollen und sollen förderliche Entwicklungsbedingungen für ihre Kinder gestalten, ohne aber vielfach die erforderliche materielle Ausstattung zur gesellschaftlichen Teilhabe, eine funktionierende Infrastruktur sowie über Optionszeiten im Lebensverlauf zu verfügen.

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Bündnis für ein Sanktionsmoratorium: Sanktionen gegen Hartz-IV-Beziehende aussetzen!

"Sanktionen nach § 31 SGB II sind dreimonatige Kürzungen des Regelsatzes bis hin zur Streichung der gesamten Grundsicherung. Die Kürzungen betragen z.B. 10 % des Regelsatzes beim ersten Meldeversäumnis, bei der ersten sonstigen Pflichtverletzung 30 %, bei unter 25jährigen 100 % des Regelsatzes. Spätestens nach der dritten sonstigen Pflichtverletzung innerhalb eines Jahres wird das gesamte ALG II für drei Monate gestrichen, auch die Wohnkosten und die Beiträge zur Krankenversicherung.
2008 wurden bundesweit 789.000 Sanktionen verhängt. Die Sanktionsquote stieg bei arbeitslosen ALG-II-Beziehenden von 2,4% im Okt. 2006 auf 4,0 % im Dez. 2008, bei unter 25jährigen sogar von 7,2% auf 10,4%. ..."

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Bundesjugendkuratorium: Zur Neupositionierung von Jugendpolitik: Notwendigkeit und Stolpersteine

Ökonomische, politische und soziale Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte haben längst die Lebenslage Jugend erreicht. Diese Entwicklungen stellen die Jugendpolitik vor gravierende Herausforderungen: Jugendpolitik muss neu positioniert werden. Mit seiner Stellungnahme will das Bundesjugendkuratorium den konzeptionellen Rahmen für einen kohärenten und ressortübergreifenden Ansatz von Jugendpolitik schaffen.

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AGJ: Soziale Integration junger Menschen

Das Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ soll den Blick lenken auf aktuelle Herausforderungen der Kinder- und Jugendhilfe und der auf die Lebenslagen junger Menschen einwirkenden Politikfelder.

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KAMPAGNENMATERIAL

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Radiobeitrag "Jugendproteste"

Die Lebensumstände für viele junge Menschen in Deutschland sind prekär. Perspektivlosigkeit bestimmt ihren Alltag. Drohen in Deutschland bald auch Krawalle wie in England?
Peter Kolakowski vom Deutschlandfunk ist mit seiner Reportage der Situation junger Menschen auf den Grund gegangen:

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Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e.V.

Michael Rölver
Fon: 030/28878958
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